PAR

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Mit dem Pixelseitenverhältnis (Pixel Aspect Ratio - PAR) wird das Verhältnis von Breite zu Höhe eines Pixels beschrieben.

Ein quadratisches Pixel, bei dem Breite und Höhe identisch sind, hat ein PAR von 1:1. Ein rechteckiges Pixel, dessen Breite größer ist als die Höhe, hat ein PAR von z Beispiel 1,04:1.

Bei der Videowiedergabe spielt das Pixelseitenverhältnis eine wichtige Rolle, denn nur wenn das Pixelseitenverhältnis, das Displayseitenverhältnis und die Anzahl der Pixel stimmen hat das ausgegebene Video auch das richtige Format. Stimmen diese Parameter nicht ist das Bild verzerrt, runde Objekte also nicht mehr rund sondern oval.

In der Welt digitaler Wiedergabegeräte ist ein Pixel meißt quadratisch, hat also ein PAR von 1:1. Prinzipbedingt läßt sich bei diesen Geräten das Pixelseitenverhältnis nicht ändern. Analoge Wiedergabegeräte kennen eine derartige Einschränkung nicht. Wer mit der Einstellung von Bildbreite- oder -höhe eines analogen Monitors oder CRT-Projektors spielt wird sehen, wie sich der Bildinhalt in seinem Seitenverhältnis verändert obwohl die Anzahlt der Pixel gleich bleibt. Jedes einzelne Pixel verändert seine Form. (Wobei analoge Geräte technisch gesehen gar keine Pixel ausgeben, aber das gehört nicht hierher)

Das Pixelseitenverhältnis kann bestimmt werden, indem man sich die Art der "Pixelerzeugung" ansieht.

In der analogen Videowelt existieren keine Pixel, da analoges Video nicht aus diskreten Werten sondern aus einer fortlaufenden Welle besteht.

Für den Übergang in die digitale Welt wird die Höhe dieser Welle in bestimmten Zeiteinheiten gemessen (Sampling). Die einzelnen Meßwerte werden später dazu benutzt, die Pixel des auszugebenen Bildes zu bestimmen. Jedes Pixel beschreibt dabei eine Fläche des Ursprungsbildes. Das Seitenverhältnis dieser Fläche hängt nun von dem Bildformat des abgetasteten Ursprungsbildes und der Anzahl der Sample ab.

Nach ITU-R BT.601 beträgt die Samplingfrequenz des 625/50 Videosignals (PAL) 13,5 MHz. Der aktive Bildinhalt einer Zeile befindet sich innerhalb von 52µs.

52µs x 13,5 MHz = 702 aktive Samples um eine Zeile Video darzustellen. Außerdem legt die Spezifikation 576 Zeilen fest.

Wir erhalten also 702x576 Samples (Pixel), die ein Bild beschreiben. Dieses Bild hat üblicherweise ein Seitenverhältnis von 4:3, anamorph verzerrt auch 16:9.

702:576 verhält sich aber nicht im Verhältnis 4:3 zueinander, ebensowenig 16:9. Ein "PAL-Pixel" hat also kein PAR von 1:1, beschreibt also keine quadratische Fläche.

Um das PAR zu bestimmen kann man das Bildformat durch das Verhältnis der Pixel dividieren.

Bildformat: 4 / 3 = 1,33, Verhältnis der Pixel: 702 / 576 = 1,219

PAR = Bildformat / Verhältnis der Pixel = 1,33 / 1,219 = 1,094

Ein Pixel eines 4:3 PAL-Videobildes hat also ein Seitenverhältnis von 1,094:1, ist also 1,094 Einheiten breit und 1 Einheit hoch.